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Kurse, Termine und Camps über Shopify verkaufen: Buchungs-App oder externes Buchungssystem?

7 Min. LesezeitMax Baumgarten
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Kurz gesagt: Wer nur gelegentlich Workshops oder einzelne Termine verkauft, kommt mit einer Buchungs-App aus dem Shopify App Store gut zurecht. Sobald Kurse das Kerngeschäft sind, mit wiederkehrenden Terminen, Wartelisten, Monatsbeiträgen oder Teilnehmerdaten pro Person, ist ein spezialisiertes Kursbuchungssystem, das in den Shop eingebunden wird, meist die bessere Lösung.

Als Shopify-Agentur bekommen wir diese Frage regelmäßig: Ein Shop läuft, und jetzt sollen zusätzlich Kurse, Feriencamps oder Termine verkauft werden. Wir haben beide Wege in Kundenprojekten umgesetzt und mit Booklane ein eigenes Kursbuchungssystem entwickelt. In diesem Artikel zeigen wir, wann welcher Weg passt.

Kann man mit Shopify Termine und Kurse verkaufen?

Ja, aber nicht mit Bordmitteln. Shopify ist für physische und digitale Produkte gebaut und kennt von Haus aus keine Termine, Plätze oder Teilnehmer. Für Terminbuchungen brauchst du entweder eine Buchungs-App aus dem Shopify App Store oder ein externes Buchungssystem, das du in deinen Shop einbindest.

Warum sind Kurse in Shopify schwieriger als Produkte?

Ein Produkt hat einen Lagerbestand. Ein Kurs hat Termine, eine begrenzte Teilnehmerzahl und für jede Buchung eine konkrete Person, die teilnimmt. Daraus ergeben sich Anforderungen, die ein normaler Shop nicht abdeckt:

  • Teilnehmerdaten pro Person: Name des Kindes, Alter, Notfallkontakt, Vorerfahrung.
  • Begrenzte Plätze und Wartelisten: Ist ein Kurs voll, sollen Interessenten automatisch nachrücken.
  • Wiederkehrende Kurse: Ein Kurs läuft jede Woche, nicht nur an einem Datum.
  • Monatsbeiträge: Viele Kursanbieter rechnen monatlich ab, nicht pro Termin.
  • Teilnehmerlisten für Trainer: Wer kommt heute, wer hat bezahlt?

Der beliebte Workaround: Termine als Produktvarianten anlegen, also ein Kurs als Produkt mit Varianten wie „Samstag 10 Uhr“. Das funktioniert für ein paar Termine. Bei vielen Kursen, wechselnden Daten oder Teilnehmerdaten wird es aber schnell unübersichtlich, und Wartelisten oder Abos sind so nicht möglich.

Welche Möglichkeiten gibt es, Kurse in Shopify zu verkaufen?

Es gibt zwei Wege:

  1. Eine Buchungs-App aus dem Shopify App Store, die Kalender und Zeitfenster direkt an deine Produkte hängt.
  2. Ein externes Kursbuchungssystem, das du über einen Button, eine Buchungsseite oder ein Widget in deinen Shop einbindest.

Dazu kommt eine Mischform: Shop für Produkte, eigenes Buchungssystem für Kurse.

Wann reicht eine Shopify-Buchungs-App?

Eine Buchungs-App reicht, wenn Kurse ein Zusatzangebot zu deinen Produkten sind, zum Beispiel ein Workshop im Laden, eine Verkostung oder ein Beratungstermin.

Vorteile

  • Alles läuft über einen Checkout, auch Kurs und Produkt in einem Warenkorb (z. B. Kurs plus Trikot).
  • Keine zweite Plattform, alle Bestellungen in Shopify.
  • Schnell eingerichtet.

Grenzen

  • Monatsbeiträge und Abos sind oft nicht oder nur mit Zusatz-Apps möglich.
  • Wartelisten und Teilnehmerverwaltung sind meist einfach gehalten.
  • Kosten summieren sich: App-Gebühr plus Shopify-Tarif.

Wann ist ein externes Kursbuchungssystem besser?

Ein externes Kursbuchungssystem ist besser, wenn Kurse dein Kerngeschäft sind, zum Beispiel bei Fußballschulen, Schwimmschulen, Tanzschulen, Hundeschulen, Reitschulen oder Feriencamps.

Vorteile

  • Für Kurse gebaut: feste Termine, begrenzte Plätze, Wartelisten, Anmeldeformulare pro Teilnehmer.
  • Monatsbeiträge und Blockkarten sind möglich, inklusive SEPA-Lastschrift.
  • Trainer sehen die Teilnehmerliste auf dem Handy.
  • Bei vielen Buchungen oft günstiger als eine App mit Shopify-Gebühren.

Grenzen

  • Es ist ein zweites System neben Shopify.
  • Produkte und Kurse liegen nicht im selben Warenkorb.

Bekannte Anbieter im deutschsprachigen Raum

  • Eversports: umfangreiche Plattform, stark bei Fitness- und Yogastudios.
  • Yolawo: Buchungssoftware für Kurse und Termine mit vielen Funktionen.
  • Booklane: unser eigenes Kursbuchungssystem für wiederkehrende Gruppenkurse und Camps. Keine Grundgebühr, Abrechnung über das eigene Stripe-Konto, Einbindung in Shopify-Shops inklusive.

Shopify-App oder Kursbuchungssystem: der Vergleich

Vergleich von Shopify-Buchungs-App und externem Kursbuchungssystem
KriteriumShopify-Buchungs-AppExternes Kursbuchungssystem
Ein gemeinsamer CheckoutJaNein, eigener Buchungsprozess
Kurs und Produkt in einem WarenkorbJaNein
Wiederkehrende KurseTeilweiseJa
Monatsbeiträge / AbosSeltenJa
WartelisteTeilweiseJa
Teilnehmerdaten pro PersonEingeschränktJa
Teilnehmerliste für TrainerSeltenJa, meist per App
Ideal fürWorkshops, Einzeltermine, Kurse als ZusatzKursanbieter, Schulen, Camps

Wie bindet man ein Buchungssystem in einen Shopify-Shop ein?

Ein externes Buchungssystem lässt sich in wenigen Schritten in Shopify integrieren:

  1. Eigener Menüpunkt wie „Kurse“ oder „Camps buchen“, der auf die Buchungsseite verlinkt.
  2. Button auf passenden Seiten, etwa „Jetzt Platz sichern“ auf einer Kurs-Landingpage im Shop.
  3. Einbettung im Theme, zum Beispiel als eigenes Template, damit die Buchungsseite im Design des Shops erscheint. Genau diese Theme-Arbeit übernehmen wir, wenn wir einen Shopify-Shop erstellen oder einen bestehenden Shop weiterentwickeln.
  4. Tracking einrichten, damit Klicks auf „Buchen“ in Google Analytics als Conversion zählen.

So bleibt der Shop die zentrale Anlaufstelle, und die Kursbuchung läuft trotzdem über ein System, das dafür gebaut ist.

Was passt zu dir? Die Entscheidungshilfe

  • Shopify-Buchungs-App, wenn du hauptsächlich Produkte verkaufst und Kurse oder Termine nur gelegentlich anbietest.
  • Externes Kursbuchungssystem, wenn Kurse dein Kerngeschäft sind, du viele Teilnehmer hast, Kurse regelmäßig laufen oder du Monatsbeiträge abrechnest.
  • Kombination aus beidem, wenn du einen Shop für Merchandise oder Ausrüstung hast und zusätzlich Kurse anbietest: Shopify für Produkte, Buchungssystem für Kurse, beides sauber verlinkt.

FAQ

Häufige Fragen

Kann man in Shopify Termine buchen lassen?

Ja, mit einer Buchungs-App aus dem Shopify App Store oder mit einem externen Buchungssystem, das in den Shop eingebunden wird. Shopify selbst bietet keine Terminbuchung.

Kann man Kurse mit Monatsbeitrag über Shopify verkaufen?

Nur eingeschränkt. Dafür braucht es eine Abo-App, die aber nicht für Kurse mit Teilnehmerlisten gemacht ist. Für Kurse mit Monatsbeitrag ist ein Kursbuchungssystem mit SEPA-Lastschrift meist die einfachere Lösung.

Wie verkauft man Tickets für Events in Shopify?

Für einzelne Events mit festen Plätzen reicht oft eine Ticket- oder Buchungs-App. Bei wiederkehrenden Kursen oder Camps mit Teilnehmerdaten ist ein spezialisiertes Buchungssystem besser.

Was ist ein Kursbuchungssystem?

Ein Kursbuchungssystem ist eine Software, mit der Kursanbieter Termine anlegen, Plätze begrenzen und Buchungen samt Bezahlung online annehmen. Dazu gehören meist Wartelisten, Teilnehmerlisten und die Abrechnung von Einzelterminen, Blockkarten oder Monatsbeiträgen.

Was kostet ein Kursbuchungssystem?

Die Modelle unterscheiden sich: Viele Anbieter verlangen eine monatliche Grundgebühr, andere rechnen nur einen Anteil pro Buchung ab. Booklane zum Beispiel hat keine Grundgebühr und berechnet 1 % des Buchungsumsatzes, maximal 149 € im Monat.

Du willst Kurse in deinem Shopify-Shop verkaufen?

Wir helfen dir bei der Auswahl der passenden Lösung und binden sie sauber in deinen Shop ein, egal ob App oder Buchungssystem.

Wenn du direkt loslegen willst: So funktioniert der Kursverkauf mit Shopify und Booklane